Esenyurt

Die versteckte Seite von Instanbul.

Wie alles begann

Durch Zufall bin ich anfangs Türkei auf eine Mitarbeiterin einer Werbeagentur aus Istanbul gestossen. In Istanbul angekommen, vernetzte sie mich. Während der letzten Woche hatte ich dadurch authentische Einblicke in das Studenten- und Arbeitsleben hier.

Nach einem Tag auf einer Medizin Universität (siehe erstes Bild) war ich zu Besuch in der genannten Werbeagentur. Die Arbeit ist erstaunlich ähnlich wie ich es aus meinem Leben in der Schweiz kenne. Doch der Alltag darum herum ist bedeutend anders. Ich lebte bei der Familie meiner 24-jährigen Kontaktperson. Sie lebt mit ihren Eltern in einer Zwei-Zimmer-Wohnung. Es ist diese kleine Wohnung, in die ich herzlichst aufgenommen wurde. Alle drei Familienmitglieder arbeiten Vollzeit für diesen Lebensstandard.

Esenyurt

Die Wohnung ist in Esenyurt. Ein Stadtteil, welcher für verhältnismässig günstige Wohnungen bekannt ist, aber auch für viel Kriminalität. Alle, die hier leben, haben schon Schiessereien in den Strassen erlebt. Auf meiner Fahrt hierhin wurde mir gesagt, dass ich Esenyurt meiden sollte. Doch durch die Begleitung einer Person, der ich vertrauen konnte, fühlte ich mich sicher. Persönlich erlebte ich den Stadtteil von Leben und spielenden Kindern erfüllt (Bild zwei und drei).

Die Wohnung in Esenyurt heisst für alle Familienmitglieder aber auch einen Arbeitsweg von gut zwei Stunden oft stehend im öffentlichen Verkehr quer durch Istanbul. Diesen Alltag für drei Tage mitzumachen liess mich beeindruckt von deren Leistungen. Vier Stunden täglicher Arbeitsweg lässt einem ein sehr simples, von der Arbeit geprägtes Leben übrig. Meine Kollegin arbeitet zudem gerade durchgehend ohne Wochenenden. Kompensiert oder ausbezahlt wird hier nichts.

Die bekannte Welt

Das wäre wohl auch mein Leben, wenn ich hier geboren wäre. Mein Arbeitsalltag in der Schweiz sah ganz anders aus:

Ich zog aufgrund meines einstündigen Arbeitsweges in eine nahe gelegene Wohnung, die vergleichbar gross ist mit der der Familie in Esenyurt. Erst teilte ich sie mit meiner Schwester, dann lebte ich alleine darin. Ich verdiente im letzten Lehrjahr mehr als die diese Familie in Istanbul (Drei Personen Vollzeit). Was die Kompensation oder Auszahlung von Überstunden betrifft, gibt es in der Schweiz Gesetzte, die von Arbeitgebern umgesetzt werden.

Die Erfahrung in Istanbul schenkt mir eine wertvolle Perspektive, die mich nachdenklich macht und dankbar sein lässt. Perspektiven wie diese zu gewinnen sind genau der Grund meiner Reise. Wie wäre mein Leben, wenn ich woanders geboren wäre? Folge mir auf Instagram oder YouTube für mehr Einblicke in andere Leben.

Die Geschichte der Taube

Es ist of spannend zu erwähnen, wie Jonathan in Kontakt mit seinen neuen Freunden kam.

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